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Studien und Wissenschaft

Hier sei einmal die Frage nach der Wirksamkeit oder Beweisbarkeit der beiden Methoden angeschnitten.

externe Links:

Folgende Studien sollen hier angeführt werden :

Studien zur klinischen Homöopathie :

  • Meta-Analyse (Kleijnen J et al : BMJ 1991; 302: 316-23)

    CONCLUSIONS--At the moment the evidence of clinical trials is positive but not sufficient to draw definitive conclusions because most trials are of low methodological quality and because of the unknown role of publication bias. This indicates that there is a legitimate case for further evaluation of homoeopathy, but only by means of well performed trials.
  • Eine weitere Meta-Analyse (Linde K et al: Lancet 1997; 350: 834-43)

    INTERPRETATION: The results of our meta-analysis are not compatible with the hypothesis that the clinical effects of homeopathy are completely due to placebo. However, we found insufficient evidence from these studies that homeopathy is clearly efficacious for any single clinical condition. Further research on homeopathy is warranted provided it is rigorous and systematic. 

Ein deutlich negatives Ergebnis zeigt sich in folgender Meta-Analyse, was die Zeitschrift Lancet veranlasste, das Ende der Homöopathie und von Studien zu ihr zu erklären :

  • Are the clinical effects of homoeopathy placebo effects? Comparative study of placebo-controlled trials of homoeopathy and allopathy (Shang et al; Lancet 2005; 366: 726–32)

    Interpretation : Biases are present in placebo-controlled trials of both homoeopathy and conventional medicine. When account was taken for these biases in the analysis, there was weak evidence for a specific effect of homoeopathic remedies, but strong evidence for specific effects of conventional interventions. This finding is compatible with the notion that the clinical effects of homoeopathy are placebo effects.

Diese Studie löste eine Welle von kritischen Reaktionen aus, in denen gravierende methodische Mängel, sowie die Überinterpretation der Ergebnisse als "Ende der Homöopathie" beklagt wurden.
Ein humorvolles Exemplar davon verfasste R. Lüdtke mit dem Titel "Das Ende des Deutschen Fußball" (Forsch Komplementärmed 2006;13:52–57).

Zuletzt publiziert sind zwei Arbeiten, die letztere Metaanalyse beleuchten :

  • The conclusions on the effectiveness of homeopathy highly depend on the set of analyzed trials (R. Lüdtke, A.L.B. Rutten; Journal of Clinical Epidemiology - 2008)

    Conclusions: The meta-analysis results change sensitively to the chosen threshold defining large sample sizes. Because of the high heterogeneity between the trials, Shang’s results and conclusions are less definite as they had been presented.
  • The 2005 meta-analysis of homeopathy:the importance of post-publication data (Rutten, Stolper;Homeopathy (2008) 97, 169–177)

    Conclusion: Re-analysis of Shang’s post-publication data did not support the conclusionthat homeopathy is a placebo effect. The conclusion that homeopathy is and thatconventional is not a placebo effect was not based on comparative analysis and notjustified because of heterogeneity and lack of sensitivity analysis. If we confine ourselvesto the predefined hypotheses and the part of the analysis that is indeed comparative, theconclusion should be that quality of homeopathic trials is better than of conventionaltrials, for all trials (p = 0.03) as well as for smaller trials (p = 0.003).

Zur anthroposophischen Medizin :

 

Diese wurde „als Ganzes“ im Rahmen eines HTA-Berichtes in der Schweiz evaluiert.

(Kienle GS, Kiene H, Albonico HU: Health Technology Assessment Bericht Anthroposophische Medizin. Erstellt im Rahmen des Programm Evaluation Komplementärmedizin (PEK) des Schweizer Bundesamtes für Sozialversicherung. 2005)

Der Bericht ist im Internet verfügbar und als Buch publiziert, das in der Unibibliothek steht.
 

„Ergebnisse der Studien"

Von den beschriebenen 178 Studien zeigten 170 unter AM entweder eine schnellere oder ausgeprägtere Besserung der Erkrankung als bei anders oder gar nicht behandelten Patienten; oder es zeigte sich ein vergleichbar gutes Ergebnis wie unter einer schulmedizinischen Behandlung; oder es zeigte sich (wenn ohne Vergleichsgruppe untersucht worden war) eine Abheilung der Erkankung bzw. eine Besserung der Beschwerden bei den Patienten. In den letztgenannten Patientengruppen wurden vielfach Erkrankungen behandelt, die schon über Jahre ohne Besserung waren oder erfolglos schulmedizinisch behandelt worden waren. 7 Studien fanden keinen Vorteil für AM, 1 Studie fand einen leichten Nachteil, der jedoch statistisch nicht signifikant war.

Die Zufriedenheit der Patienten mit der AM war sehr hoch, sowohl in diesen klinischen Studien als auch in Untersuchungen, die regulär im Rahmen der Qualitätssicherung durchgeführt werden.
...

Resümee und Schlußfolgerung:

Es liegen Studien unterschiedlichen Desings und unterschiedlicher  Qualität zu AM bei zahlreichen Erkrankungen vor. Sie beschreiben weit überwiegend ein medizinisch gutes und für die Patienten zufriedenstellendes, sicheres und vermutlich auch kostengünstiges Behandlungsergebnis nach Anwendung von AM. Das positive Gesamtergebnis zeigt sich, auch wenn die Bewertung auf die qualitativ guten Studien begrenzt wird.